Kliniken und Notaufnahmen
Entlastung für Notaufnahmen und integrierte Versorgungszentren – MEDIVISE führt fehlallokierte Patientinnen und Patienten nach Ersteinschätzung strukturiert in die vertragsärztliche Versorgung ein, mit TI, eGK und optionaler Triage.
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Der Einsatz in Notaufnahmen und integrierten Versorgungszentren
Die Notaufnahmen in deutschen Kliniken stehen heute unter einem strukturellen Druck, der weit über den bekannten Fachkräftemangel hinausgeht. Steigende Patientenzahlen, komplexere Versorgungsbedarfe und ein wachsender Dokumentationsaufwand binden wertvolle Ressourcen im medizinischen Alltag. Besonders deutlich wird dieses Problem, wenn ein erheblicher Anteil der dort vorgestellten Patientinnen und Patienten keinen primär stationären Behandlungsbedarf aufweist, sondern medizinisch angemessen im ambulanten Bereich versorgt werden kann.
Diese Fehlallokation von Patientinnen und Patienten führt zu weiteren Problemen. Zum einen blockieren Fälle mit niedrigem medizinischem Versorgungsbedarf knappe klinische Ressourcen – insbesondere auch ärztliche Kapazitäten – und erschweren es, die tatsächlich kritischen Krankheitsbilder herauszufiltern. Zum anderen entstehen für Krankenhäuser zusätzliche wirtschaftliche Belastungen: Vertragsärztlich zu behandelnde Fälle können im stationären Kontext nicht kostendeckend abgebildet werden, wodurch Versorgungsaufwand und Refinanzierungslogik auseinanderdriften. Für Klinikbetreiber bedeutet dies eine dauerhafte strukturelle Ineffizienz im Versorgungsprozess in den Notaufnahmen und Notfallszentren. Da der vertragsärztliche Notdienst lediglich in den Zeiten außerhalb der Regelsprechstunden zur Verfügung stehen kann, fallen diese Behandlungen, insbesondere im operativen Tagesgeschäft einer Klinik, besonders ins Gewicht.
Vielen Menschen fehlt ein regelmäßiger Zugang zur hausärztlichen Versorgung. Patientinnen und Patienten mit einem anderen soziokulturellen Hintergrund kennen die ambulant-ärztliche Versorgung womöglich gar nicht. Dementsprechend – unabhängig von den Praxiszeiten – wenden sich Patientinnen und Patienten daher häufig direkt an die Notaufnahme – selbst bei medizinischen Anliegen, die grundsätzlich in der vertragsärztlichen Versorgung behandelt werden könnten.
Hier setzt die digitale Plattformlösung von MEDIVISE an. Im Zentrum steht die hochwertige Videokabine: die MEDIVISE Box. Ein hochwertiger Behandlungsraum, der telemedizinische Leistungen an jedem Ort (und zu jeder Zeit) ermöglicht. In diesem schallisolierten Setting können Patientinnen und Patienten – anders als beispielsweise bei einer Videosprechstunde per eigenem Smartphone – den MEDIVISE-Vertrauensraum aufsuchen, den die meisten für die Teilnahme an einem digitalen Arzt-Patienten-Kontakt benötigen. Dahinter steckt eine interoperable Datendrehscheibe für digitale Versorgungsangebote, die telemedizinische Leistungen strukturiert in bestehende Versorgungsprozesse integriert. Fehlallokierte Patientinnen und Patienten können so schnell, nach einer ersten Sichtung durch das nichtärztliche Klinikpersonal, der telemedizinischen Versorgung durch die Vertragsärzteschaft zugeführt werden. Idealerweise erfolgt dies innerhalb des regionalen Zuweisernetzwerks der Klinik. Auf diese Weise bleibt die Behandlung im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung innerhalb des Zuweisernetzwerks und entlastet gleichzeitig die klinischen Strukturen.
Sofern gewünscht, kann eine medizinische Ersteinschätzung auch durch ein digitales, als Medizinprodukt zugelassenes Triage-Tool erfolgen. Diese strukturierte Vorabklärung hilft, medizinische Dringlichkeiten zuverlässig zu identifizieren und Patientinnen und Patienten in den passenden Versorgungspfad zu lenken. Dies wird individuell mit unserem Klinikpartner in Abhängigkeit von den gelebten Versorgungsprozessen gestaltet.
Über die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) ist ein sicherer Austausch medizinischer Daten gewährleistet. Patientinnen und Patienten durchlaufen den gesamten Versorgungs- und Identifikationsprozess mit ihrem bereits bekannten Schlüssel für gesetzlich Krankenversicherte: die eGK. Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) oder das eRezept sind zukünftig direkt in den digitalen Versorgungspfad ebenfalls eingebunden.
Fazit: Das Ergebnis ist eine spürbare Entlastung für medizinisches Personal, eine bessere Steuerung von Patientinnen und Patienten entlang der Versorgungswege sowie eine effizientere Nutzung knapper ärztlicher Ressourcen im gesamten Gesundheitssystem.